Gebäudemanagement

Fokus Team

Allgemeines

 

Das Wohlbefinden des Menschen in seinem Wohn- und Arbeitsumfeld wird von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst. Dazu gehören neben sozialen Faktoren auch Behaglichkeitsparameter wie Raumklima und Raumluftqualität.

Durch die zunehmende Errichtung von luftdichten Gebäudehüllen und den Einsatz neuer, teils nicht erprobter bzw. Schadstoff abgebender Materialien bei der Gebäudeerrichtung und -ausstattung kommt es fallweise zu einem nicht mehr ausreichenden Luftwechsel bzw. zu einem Eintrag gesundheitsbeeinträchtigender Substanzen in den Wohn-/Arbeitsbereich, was zu gesundheitlichen Problemen und Befindlichkeitsstörungen führen kann.

Bereits heute, ganz im Sinne der bereits gelebten Digitalisierung, werden Methodiken zur Darstellung von Nutzerkennzahlen und zur Steigerung der Nutzereffizienz im Gebäude eingesetzt. Dabei werden Wechselwirkungen zwischen Gesamt- und Teilsystemen im Verhältnis Nutzer, Temperatur, Feuchte, CO2 usw. und Gebäude Energiedaten gegenübergestellt.

Damit werden Kennzahlen für das Gesamtsystem gebildet und die Effizienz tatsächlich dargestellt und realistisch bewertet.

Diese Grundlagen bilden die Basis für die innovativen Weiterentwicklungen im Zuge einer weitergehenden Digitalisierung durch systematische Erschließung von Energieeinsparpotenzialen, Gesundheit am Arbeitsplatz und „Nutzersteuerung“ im Gebäude.

Mitglieder
Lead Wimmer, Christian
Member Uchida, Mark-René

Proof Of Concept

feelme

Dieser erste Proof Of Concpet (POC) unseres Fokus Teams ist folgenden Themen gewidmet:

  • “Wohlfühlen der Mitarbeiter”
    Was kommt tatsächlich von Heizung / Kühlung / Lüftung beim Nutzer an?
  • Raumluft-Qualität
    Messung von Temperatur / Feuchte / CO2 / Ionenkonzentration / Feinstaub / Schimmel / Akustik / Licht / CO Gas / Rauch
  • Energie Effizienz
    Analyse der Nacht- und Feiertagsabsenkung
  • Benchmark und Vergleich mit ähnlichen Gebäuden
  • Geräte Plug & Play direkt am Arbeitsplatz
  • Nachhaltige, autarke  und selbstversorgende Konstruktion
    Energy Harvesting (Solar-, Peltier-, Piezotechnologie)
  • Datencloud Secure & Closed lokal im eigenen Betrieb oder extern bei neutraler österreichischer Forschungsinstitution
  • Moderne Netzwerktechnologien (IPv6, 6LoWPAN)

Im Rahmen des POC soll eine Messstation zur kontinuierlichen Erhebung von festgelegten Behaglichkeitsparametern mit der Möglichkeit der GSM-Messdatenübertragung entwickelt werden. Unter Bedacht auf diverse innenraumluftrelevante Regel- und Normenwerke und Gebäudebewertungssysteme (TQB, klimaaktiv, KGA) soll die Möglichkeit der Ablesung der Raumluftsituation in Echtzeit, der Entwicklung der Luftqualität im Zeitverlauf sowie deren Dokumentation, die Gegenüberstellung mit vorhandenen Grenz- und Richtwerten der jeweiligen Parameter und ein Anzeigen des notwendigen Lüftungsbedarfes gegeben werden.

In einem ersten Schritt werden sämtliche für die Behaglichkeit relevante, raumluftklimatologische Parameter (Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftströmungen) und Luftschadstoffe (VOC, FA, Feinstaub, CO-, CO2-Gehalt) nach gesundheitlicher Relevanz gewichtet und erhoben.

Parallel dazu werden ausgewählte physiologische Parameter (Herzrate, EKG, Atmung usw) untersucht, mit den Daten der Raumluftuntersuchung korreliert und bewertet. In weiterer Folge wird ein Algorithmus zur Behaglichkeitsprognose erstellt und in die Software implementiert.

Ziel ist es, die untersuchten Kriterien für den Nutzer übersichtlich und verständlich darzustellen.


Ein möglicher weiterer Schritt ist die Verknüpfung der Haustechnik mit dem neu entwickelten Komfort-Indikator.

Zusätzliche technologische Möglichkeiten wie einfaches Nachrüsten in Bestandsgebäuden, Benchmarking mit vergleichbaren Gebäuden und Schaltungen und Steuerungen vor Ort runden den Kundennutzen ab und bieten künftig noch viele weitere Möglichkeiten (Veränderungen der Bausubstanz, Schimmelwarnung, …) für sichere und gesunde Gebäude.

Ergänzend fließen dabei Daten aus zahlreichen, bereits getätigten, Energieeffizienz-Audits mit ein:

  • über 90 Mio. m² analysierte Flächen und
  • über 1.200 Fahrzeuge mit
  • über 200 Maßnahmen

Damit wurden bereits über 18 GWh bzw. 1 Mio. € Einsparung vorgeschlagen.